Teaser-Bild mit Andreas Ottensamer, Dejan Lazic und Sol Gabetta

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Sommerkonzert 2026

Freitag, 26. Juni 2026

Programm

Champagner-Apéro: ab 17.30 Uhr, Parisa – Persian Cuisine
Konzert: 18.30–19.45 Uhr, Bürgenstock Kapelle

Werke
Rodion Schtschedrin (1932–2025)
«Im Stile von Albéniz» für Cello und Klavier 

Nino Rota (1911–1979)
Trio für Klarinette, Cello und Klavier
1. Allegro 
2. Andante 
3. Allegrissimo

Béla Bartók (1881–1945)
6 Tänze im bulgarischen Rhythmus aus «Mikrokosmos» für Klavier solo, 
Sz 107, BB 105, Nr. 148–153

Johannes Brahms (1833–1897)
Klarinettentrio a-Moll, op. 114
1. Allegro
2. Adagio
3. Andantino grazioso
4. Allegro

Ensemble 
Sol Gabetta, Cello
Andreas Ottensamer, Klarinette
Dejan Lazić, Klavier

Programmänderungen vorbehalten

Wege zu Brahms

Dieses Sommerkonzert wird Sie verzücken. Mit Sol Gabetta, Andreas Ottensamer und Dejan Lazić vereint es drei herausragende Musikerpersönlichkeiten, die vier aussergewöhnliche Kammermusikwerke an einem legendären Ort präsentieren, dem Bürgenstock. In dessen kleiner Kapelle erleben Sie die Künstler so nah wie kaum woanders. 

Im Stile von Albéniz eröffnet den Abend. Das Stück des 2025 verstorbenen russischen Komponisten Rodion Schtschedrin ist eine Hommage an den spanischen Komponisten Isaac Albéniz. Es steht exemplarisch für Schtschedrins meisterhafte Art, Grenzen zu überschreiten und verschiedene musikalische Traditionen zu verbinden. 

Mit Nino Rota werden wir italienisch verführt. Rota ist in erster Linie für seine über 150 Filmmusiken bekannt, darunter jene für «Der Pate», obschon er sich stets als klassischer Komponist verstand und ein umfassendes Konzertmusikwerk schuf. Ausgewählt hat unser Ensemble sein Klarinettentrio von 1973: ein wahres Juwel der Kammermusikliteratur, zeitlos, charmant, virtuos.

Mikrokozmosz heisst Béla Bartóks riesige Klaviersammlung mit insgesamt rund 150 Stücken, die er zwischen 1927 und 1939 komponierte. Daraus hören wir die 6 Tänze in bulgarischem Rhythmus, die als Etüden auf Konzertniveau den Abschluss der Sammlung bilden. Inspiriert von der balkanischen Volksmusik, sind sie in ihren komplexen und ungleich langen Takteinheiten ausgesprochen charakteristisch für Bartók. 

Über diese virtuosen folkloristischen und länderübergreifenden Allianzen gelangen wir schliesslich zu Brahms. Es war in Bad Ischl im Jahr 1891, als er mit dem Klarinettentrio in a-Moll eines seiner bedeutendsten kammermusikalischen Spätwerke schrieb. Als elegisch wird das Trio beschrieben, wobei sich Melancholie mit Leidenschaft und Lebensfreude paart und die intensiven Dialoge zwischen den Instrumenten am Ende in einer ungarischen Csárdás-Melodie gipfeln. 

Ensemble

Sol Gabetta, Cello

Sol Gabetta ist gefragte Gastkünstlerin bei führenden Festivals und war Artiste étoile beim Lucerne Festival, wo sie mit den Wiener Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra sowie dem London Philharmonic Orchestra auftrat. Kammermusikalisch tritt sie regelmässig mit Patricia Kopatchinskaja, Isabelle Faust, Bertrand Chamayou, Kristian Bezuidenhout und Alexander Melnikov auf – im Lincoln Center, in der Wigmore Hall, in Luzern, Verbier, Salzburg, Schwetzingen, zur Schubertiade Schwarzenberg und zum Beethovenfest Bonn. In Anerkennung ihrer aussergewöhnlichen künstlerischen Leistungen, ihrer Vision und ihrer Kreativität wurde Sol Gabetta 2022 mit dem Europäischen Kulturpreis ausgezeichnet. Unzählige Preise gingen diesem voraus. Seit 2006 ist Gabetta künstlerische Leiterin des Solsberg Festival. 

https://solgabetta.com/
Bildnachweis: Julia Wesely

Bild von Sol Gabetta, Cellistin

Dejan Lazić, Klavier

Dejan Lazićs erfrischende Interpretationen des Klavierrepertoires machen ihn zu einem der einzigartigsten Künstler seiner Generation. Als Solist tritt er regelmässig mit Orchestern wie dem Boston Symphony, Chicago Symphony, London Philharmonic, Royal Concertgebouw, NHK Symphony oder dem Budapest Festival Orchestra auf. An Spielorten wie dem Teatro Colón in Buenos Aires, Lincoln Center, Melbourne Recital Centre, der Forbidden City Recital Hall in Peking und an Festivals wie die Schubertiade Schwarzenberg sowie dem Gstaad Menuhin Festival tritt er mit Partnern wie Joshua Bell, Sol Gabetta, Andreas Ottensamer und Benjamin Schmid auf. Er ist künstlerischer Leiter des 2026 Toujours Mozart Festivals in München. Lazić ist ausserdem als Komponist beim Sikorski Musikverlag unter Vertrag. 

https://www.dejanlazic.com/de/
Bildnachweis: Susie Knoll

Bild von Dejan Lazićs, Pianist

Andreas Ottensamer, Klarinette

Andreas Ottensamer begeistert mit seiner einmaligen Musikalität und Vielseitigkeit als Klarinettist, künstlerischer Leiter und Dirigent Publikum und Kritiker gleichermassen. Als Klarinettensolist trat er mit den Berliner Philharmonikern, Wiener Philharmonikern, dem Mahler Chamber Orchestra, London Philharmonic Orchestra, Tokyo Metropolitan Symphony Orchestra oder dem Netherlands Philharmonic Orchestra auf. Kammermusikalische Partner sind u. a. Yuja Wang, Seong-Jin Cho, Lisa Batiashvili, Patricia Kopatchinskaja, Philippe Jaroussky, Gautier Capuçon und Sol Gabetta. Er ist regelmässig zu Gast bei Festivals wie den Salzburger Festspielen, dem Gstaad Menuhin Festival und dem Rheingau Musik Festival und ist Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon.

https://www.andreasottensamer.com/
Bildnachweis: Halina Jasinka

Bild von Andreas Ottensamer, Klarinettist